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ZÜNDSCHUTZART Eigensicherheit
Einführung
Betrachtet man die Zündschutzart Eigensicherheit im direkten Vergleich zu
anderen Zündschutzarten, so zeigt sich eine grundsätzlich andere Antwort auf
die Frage, wie die Entzündung einer umgebenden explosionsfähigen Atmosphäre
zu verhindern ist: Liegt bei Zündschutzarten wie beispielsweise der erhöhten
Sicherheit der Fokus auf dem sicheren Einschließen der in aller Regel zündfähigen
Energie im betreffenden Stromkreis, so ist die Energie im eigensicheren Strom be-
reits so gering, dass im Falle einer Funkenbildung keine Zündung möglich ist. Die-
ses Funktionsprinzip führt allerdings zu einigen besonderen Überlegungen, so-
wohl bei der Gestaltung entsprechender Betriebsmittel, als auch der Planung und
Ausführung eigensicherer Stromkreise.
Die vorliegende Broschüre richtet sich in erster Linie an Anwender aus den
Bereichen Planung und Errichtung eigensicherer Stromkreise und soll die Beson-
derheiten – vor allem den Nachweis der Eigensicherheit – und die bei der Installa-
tion zu beachtenden Grundsätze erläutern. Es deckt darüber hinaus auch die
wichtigsten Anforderungen an die sogenannten einfachen elektrischen Betriebs-
mittel ab und klärt damit weitestgehend die für die meisten Anwender relevanten
Fragen.
Besonders dann, wenn sich mehrere zugehörige Betriebsmittel im Stromkreis
befinden und/oder diese eine nicht-lineare Ausgangskennlinie aufweisen, sind
die besonderen Anforderungen im Abschnitt „Zusammenschaltung mehrerer zuge-
höriger Betriebsmittel“ zu beachten. In diesem Fall reichen die in der Installations-
norm DIN EN 60079-14 (vgl. dazu [6] )aufgeführten Verfahren oft nicht aus, um
einen entsprechenden Nachweis zu erbringen. Auch im Hinblick auf die Bewertung
einfacher elektrischer Betriebsmittel gibt diese Broschüre einen Überblick.
Besonderheiten bei der
Planung und Errichtung
eigensicherer Stromkreise
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1,2,3 5,6,7,8,9,10,11